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Fachstelle für Globales Lernen in der Schweiz
Qualitätskriterien

Grundsatz: Das Bildungsangebot darf nicht zu Spendenaufrufen verwendet werden.


1. Das Angebot richtet sich nach dem Bedarf der Schule und unterstützt die Lehrpersonen im Unterricht.

  • Die NGO hat mit mindestens einer Schulleitung oder einem LehrerInnen-Team Kontakt aufgenommen und kennt die Möglichkeiten, wo (in welchem Gefäss, Fach) ihr Angebot eingebettet werden kann.
  • Die NGO hat sich mit mindestens einem Lehrplan auseinandergesetzt (im Bereich «Mensch und Umwelt, resp. ‚Natur – Mensch – Mitwelt» sind die Lehrpläne der deutschen Schweiz sehr ähnlich) und weist darauf hin, welche Lernziele mit dem entsprechenden Angebot erreicht werden können.

2. Das Angebot wird von einer pädagogisch und inhaltlich kompetenten Leitung durchgeführt.
  • Die Kursleitung verfügt über eine methodisch-didaktische Ausbildung und/oder Erfahrungen in der Leitung von Gruppen mit Kindern und Jugendlichen.
  • Die Kursleitung hat bei einer Fachperson oder -stelle (intern oder extern) überprüft, ob der Kursinhalt aktuell und fachlich richtig ist.

3. Das Angebot trägt dazu bei, dass sich die Lernenden als Teil der Weltgesellschaft verstehen und die gegenseitigen Abhängigkeiten erkennen.
  • Der Inhalt des Angebotes befasst sich mit der eigenen Lebensrealität und der Lebensrealität anderer (z.B. Auseinandersetzung mit dem Phänomen Rassismus).
  • Der Inhalt des Angebots zeigt Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen der Lebenswelt hier und anderswo auf (z.B. zwischen den hier erhältlichen Produkten und den Bedingungen, unter welchen diese im Ausland produziert worden sind).
  • Der Inhalt des Angebots erfüllt den Anspruch der Gendergerechtigkeit.

4. Das Angebot bietet geeignete Lernformen an und ermöglicht eine aktive Teilnahme der Schülerinnen und Schüler.
  • Die Lernformen (Referat, Gruppenarbeit, Einzelarbeit, Diskussion in Kleingruppen, im Plenum, Gespräch, Interview, Arbeit außerhalb des Lernorts Schule etc.) entsprechen der Zielgruppe.
  • Die verschiedenen Lernformen werden überlegt/begründet eingesetzt.
  • Die Lernformen regen Schülerinnen und Schüler zum aktiven Mitdenken und/oder Mitgestalten an.

5. Das Angebot wird nach der Durchführung evaluiert.
  • Die NGO hat sich bei der Planung überlegt, was sie in ihrem Angebot evaluieren wird (Zufriedenheit der Teilnehmenden generell? Mit dem Inhalt? Zufriedenheit mit den abgegebenen Unterlagen? Mit dem Tempo des Vermittelten? Aktive Teilnahme? Angepasstheit der Lernformen? etc.)
  • Die NGO führt die Evaluation mit einem geeigneten Verfahren durch (z.B. Interview, Gespräch mit LehrerInnen-Team, Fragebogen, Videoaufzeichnung während des Angebots).
  • Die Ergebnisse der Evaluation werden bei der Planung des Folgeangebots einbezogen.
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