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![]() Das Konzept des Globalen Lernens
Das Konzept des Globalen Lernens hat sich aus Theorie und Praxis der entwicklungspolitischen Bildung, jedoch ohne klare Bindung an eine Bezugswissenschaft, entwickelt. Von einem einheitlichen Konzept zu sprechen ist insofern irreführend, als der Begriff des Globalen Lernens eine Vielzahl unterschiedlicher pädagogischer Ansätze beinhaltet.
Entwicklungspolitische Bildungsarbeit: Lokale Erfahrungen – globale Prozesse
Erste Anstösse kamen aus dem angelsächsischen Raum. Die älteste Definition von Global Education stammt aus dem Jahr 1976 vom New Yorker Erziehungswissenschaftler Robert G. Hanvey. Global Education, so sagt jener, beinhalte das Lernen über wechselseitige Abhängigkeiten von ökologischen, kulturellen, ökonomischen, politischen und technologischen Systemen.Das Schweizer Forum «Schule für eine Welt» legte in Anlehnung an die angelsächsische Diskussion einen Katalog mit Lernzielen vor und beeinflusste damit auch im deutschen Sprachraum die Diskussion über das Globale Lernen. In seinem Bericht «Globales Lernen. Anstösse für die Bildung in einer vernetzten Welt» von 1996 wird betont, dass in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit das Verhältnis von lokalen Erfahrungen und globalen Prozessen reflektiert werden müsse.Kompetenzprofil: Perspektivenwechsel zugunsten der Nachhaltigkeit Die normative Basis für Globales Lernen sind das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung und der ethische Rahmen der Menschenrechte. Globales Lernen fokussiert innerhalb des Bildungsauftrags, der sich daraus ableiten lässt, die räumliche sprich globale Achse und die gesellschaftspolitische Dimension. Schülerinnen und Schüler lernen in einem Unterricht, der sich über die gesamte Schulzeit an Globalem Lernen orientiert, Sachverhalte aus unterschiedlichen Perspektiven zu beurteilen, Auswirkungen von Handeln wahrzunehmen und einzuschätzen und sich in unterschiedlichen gesellschaftlichen Rollen so zu verhalten, dass sich die Chancen von Nachhaltigkeit erhöhen.Didaktisches Konzept: Strukturierung der Unterrichtsthemen Hier knüpft die Stiftung Bildung und Entwicklung an, wenn sie Globales Lernen für die Schule nutzbar machen will. Globales Lernen ist Teil einer Allgemeinbildung und richtet das Augenmerk von Lehrenden und Lernenden auf die Bearbeitung von weltweiten Zusammenhängen im Unterricht. Es meint eine kritische und produktive Bearbeitung von Unterrichtsgegenständen: die Aneignung von korrekten Daten und Fakten über globale Entwicklungen, den Perspektivenwechsel zwischen Interessenlagen unterschiedlicher sozialer Akteure sowie den bewussten Umgang mit eigenen und fremden Wertvorstellungen. Lehrpersonen bereiten gesellschaftliche Themen didaktisch so auf, dass die Wechselwirkungen verschiedener Kontexte vom Individuum bis zur Weltgesellschaft zur Sprache kommen. Die Schülerinnen und Schüler ihrerseits erweitern und vertiefen zum einen ihr Wissen über wechselseitige Abhängigkeiten, und erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, sich ihrer eigenen Werthaltungen bewusst zu werden und diese zu überdenken. Globales Lernen bedeutet sowohl Wissensaneignung als auch Gewissensbildung. Die Beachtung der historischen Achse von Unterrichtsthemen gewährleistet zudem, dass die Ursprünge heutiger Entwicklungen bis hin zu möglichen Auswirkungen aktueller Entscheidungen bearbeitet werden.© Verena Schwarz, Stiftung Bildung und Entwicklung, 2008
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Online-Leitfaden zum Globalen Lernen
Dieser Leitfaden zeigt Lehrpersonen, wie das Bildungskonzept «Globales Lernen» für den Unterricht in verschiedenen Fächern und Fachbereichen genutzt werden kann.
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