Für 2010 hat Lindt & Sprüngli die Eröffnung einer «nachhaltigen» Fabrik zur Kakaoverarbeitung in den USA angekündigt. Die Idee ist, die als Abfall anfallenden Kakaoschalen zur sauberen Energiegewinnung einzusetzen und somit die Umweltbelastung zu reduzieren. Man darf gespannt sein auf die laufenden Testversuche...
Bislang wird bei Lindt & Sprüngli der Kakao in Europa verarbeitet und dann in Schokolade-Blöcken zur Weiterverarbeitung in die USA transportiert. Dort entstehen dann die Endprodukte für den amerikanischen Markt. Ab 2010 soll die gesamte Produktion in die USA verlagert werden. (Quelle: Arne Homborg, 9.3.09)
Tipp für die Klasse:
Schokolade kann man übrigens auch selber machen. Sie schmeckt anders als industriell hergestellte, gibt aber genauso viel Energie.
Die Zutaten für 1 kg schwarze Schoggi können per Mail für Fr. 10.- + Porto bestellt werden:
Materialien und Anregungen rund ums Thema Schokolade (u.a. mit Bezug zum Fairen Handel) folgen in den nächsten Rubriken.
(Online-)Anregungen für den Unterricht
Choco loco – das Kakaogeheimnis vom Amazonas (Theaterstück) Kurt, ein Berner Schokoladefan reist nach Kolumbien, um dort eine goldene Kakaobohne zu suchen. Er lernt die kolumbianische Forscherin Canela kennen, die ihn von nun an begleitet. Sie erleben viele Abenteuer, kommen einigen Vorurteilen auf die Spur und entdecken Besonderheiten des Landes. Das Stück kann auch auf Bühnen in Schulhäusern gespielt werden. Kontakt: Dagmar Kopše dagmar@artlink.ch Stufe: 1.–4. Schuljahr | pädagogisches Begleitmaterial | Choco loco (PDF, 30 Seiten, 3.12 MB) | artlink | Theaterprojekte | Choco loco
Werkstatt Schokolade (Unterrichtseinheit) Rezepte, Lesetexte, Karteikarten, Spiele rund um den Kakao und die Schokolade. Die Arbeitsblätter stehen als farbige PDF zur Verfügung. Stufe: 4.–6. Schuljahr | Werkstatt Schokolade
Schokolade – das süsse Geheimnis (Film + interaktive Unterrichtseinheit) Den Einstieg bildet der ZDF-Film «Schokolade – das süsse Geheimnis», wo man erfährt woher der Kakao kommt und wie daraus Schokolade wird. Dazu gibt's Arbeitsblätter und eine Lernumgebung im Internet (leider funktionieren nicht mehr alle Links). Stufe: 4.–6. Schuljahr | Lehrer-Online I interaktive Unterrichtseinheit
Schokoladenspiel (Planspiel) Das Spiel dient als Einstieg für das Thema Globalisierung und fairer Handel. Spielidee: Die Mitspielerinnen identifizieren sich mit den verschiedenen Akteuren auf dem Weg von der Kakaopflanze zum Verkaufsprodukt «Schokolade». Dabei wird verhandelt, wer am Schluss wie viel vom Ertrag erhält. Stufe: 5.–9. Schuljahr | Klimabündnis | Planspiel Schokolade
Schoggi-Briefaktion an Nestlé und Co. (Briefaktion) Was können Konsumenten für den fairen Handel tun? Zum Beispiel Briefe schreiben an Schokolade-Hersteller und -Verkäufer mit der Aufforderung, mehr faire Schokolade in ihr Sortiment aufzunehmen. Zur Anregung finden sich hier die geschickten Briefe und die Antworten einiger Schweizer Unternehmen. Stufe: Sekundarstufe I und II | Kampagne StopArmut 2015 I Schoggibriefe
100% Schokolade (Ausstellungsbesuch) Die Ausstellung (2.4.–30.8.09) im historischen Museum Luzern bietet eine Reise voller Emotionen, mit spannenden Geschichten, geheimnisvollen Aromen, ausgefallener Kunst, lokalem Schokoladenhandwerk und vielem mehr. Angeboten werden Einführungen für Lehrpersonen und Führungen für Schulklassen. Anmeldung ist erforderlich. Stufe: alle | Historisches Museum Luzern I Sonderausstellung
Schoggierende Geschichten (Workshop) Wie die Schokolade in die Schweiz kam oder Geschichten von Milchpulver, Kakaowürsten und Chocolat Fondant, samt «Basteln» von eigener Schokolade. Ein etwa zweieinhalbstündiger Workshop voller Versuchungen. Kosten ca. Fr. 400.-. Kontakt: chocoladen@rechsteiner-pr.ch Stufe: ab 7. Schuljahr | Chocoladen | Choco-Events
Besuch einer Schokoladefabrik (Ausflug) Die meisten Schokoladefabriken können aus Gründen der Sicherheit und der Hygiene keine Führungen durch ihre Betriebe anbieten. Dennoch gibt es einige Firmen, die Besucher und Schulklassen empfangen. CHOCOSUISSE hat eine Liste zusammengestellt. Stufe: auf Anfrage | Adressliste Schokoladefabriken
Sieben Stationen illustrieren am Beispiel Schokolade die vielfältigen Aspekte des Fairen Handels und stellen Fragen zum eigenen Konsumverhalten. CD-ROM mit Kopiervorlagen, Arbeitsblättern und Hintergrundinformationen.
Kakao & Schokolade Vom Kakaobaum zur Schokolade Info-Zentrum Schokolade, 2004 Hintergrundinformationen, 140 Seiten
Artikel-Nr. 3.4.8050 Verkauf Fr. 32.-, solange Vorrat, auch ausleihbar!
«Xocoatl» nannten die Azteken ein Getränk, welches sie aus Kakaobohnen, Wasser, Chili und Vanille herstellten. Wie daraus später «Schokolade» wurde und wie heute die Kakaobohne verarbeitet wird, davon erzählt dieses wunderschön illustrierte Buch.
In direktem Kontakt mit Projektleitern der Trägerorganisation von Verein Grünwerk in Kamerun erkunden die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung den Unterschied zwischen konventionellem und fairem Handel mit Kakao. Stufe: Sek I und II Kontakt: Patrick T. Fischer, verein@gruenwerk.ch
Das Magazin von terra fair widmet sich in der Dezember-Nummer (2008) der Schokolade. Neben der Geschichte und Herstellung wird auch ein kritischer Blick auf den Handel und Anbau geworfen. Bezug (Fr. 6.-):
Was hat Pablo in Südamerika mit unserem Konsumverhalten in Europa zu tun? Das erklärt eine Tochter ihrem Vater auf ausgesprochen anschauliche Weise bei einer Unterhaltung im Café. Denn um das Prinzip des fairen Handels zu verdeutlichen, sind visuelle Beispiele ein gutes Hilfsmittel!
Global Fair – Fairtrade verbindet Menschen (Video) Ein kurzer Film zur Bedeutung von Fairem Handel hier und anderswo. Auf der Seite gibt's noch andere Videos zu verschiedenen Rohstoffen wie Baumwolle, Kaffee... leider keinen zu Kakao.
In Schweizer Schoggi steckt Kinderarbeit (Kampagne)
«Obwohl die Schweiz als Schokoladenland gilt, ist bei uns kaum bekannt, dass in vielen Schokoladesorten Kinderarbeit steckt.» Die Erklärung von Bern wirft einen kritischen Blick auf die Anbauplantagen und auf die Schweizer Schoggi-Branche. | EvB | Schoggi und Kinderarbeit
Kinderarbeit auf Kakaoplantagen (Video, engl.) Die «International Cocoa Initiative» (siehe unten Links) brachte 2007 eine DVD heraus, welche ihre Arbeit mit lokalen Gruppen in Ghana und der Elfenbeinküste dokumentiert. Auf Youtube sind die Filme aufgeschaltet, die DVD (engl.) kann bei info@cocoainitiative.org unter Angabe des Verwendungszweckes bestellt werden.
Eine kritische Einschätzung von Richard Gerster zur Lage des Weltkakaomarkts im Jahre 2003. Die Infografik ergänzt das Buch «Globalisierung und Gerechtigkeit».
Der Glarner Schoggikönig oder wie aus einer kleinen Backstube ein weltweites Unternehmen wurde (aus dem Buch «Von Glarus nach Belo Horizonte») Die Geschichte von «Läderach - chocolatier suisse» ist exemplarisch für ein Unternehmen, welches klein anfing und nun im Welthandel der Schokolade mitmischt. Dabei geht es um globale Verknüpfungen und lokale Verpflichtungen, Visionen und Herausforderungen.
100 Jahre Toblerone. Die Geschichte eines Schweizer Welterfolgs | Edition Temmen | 2008 (Buch)
Von der Erfindung der Toblerone in der Berner Schokoladenfabrik von Theodor Tobler bis zur Gegenwart beschreiben die Autoren die Geschichte der dreieckigen Schokolade und die Marketing-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte rund um das Produkt. Mit über 200 Abbildungen. Im Buchhandel
Wie die Schweiz zur Schokolade kam | Verlag Schwabe | 2008 (Buch)
Andrea Franc geht der Frage nach, wie ausgerechnet ein kleines Land wie die Schweiz, das nie Kolonialmacht war, für ein Produkt berühmt werden kann, das aus Kakao gewonnen wird. Dargestellt wird die Geschichte am Beispiel der Basler Handelsgesellschaft (1859), die über Jahrzehnte den Import von Kakao aus Ghana in die Schweiz bestimmte. Im Buchhandel
Wissenswertes über die Geschichte, die Produktion, die wirtschaftliche Bedeutung der Schweizer Schokoladeindustrie (Rubrik Dokumentation) und über weitere aktuelle Themen rund um Schokolade. Ausserdem werden die Broschüre «Chocologie» als Download angeboten sowie Materialien für den Unterricht.
Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) vergibt ein Gütesiegel für fair gehandelte Produkte. Sie verbessert durch fairen Handel die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbauern und Plantagenarbeiterinnen in benachteiligten Regionen.
Eine sehr ausführliche und empfehlenswerte Seite über alles Wissenswerte zu Schokolade, mit aktuellen Texten zu wirtschaftlichen Zusammenhängen und Fakten sowie Literaturtipps und einem Schokoladen-Forum, wo Informationen gefunden/gesucht werden können.
Infozentrum Schokolade Viele gute Informationen zur Geschichte, Herstellung und Verarbeitung, zum Verbrauch und Handel, auf Deutschland bezogen. Mit Bestellmöglichkeit für Bilder, Fotos und Materialien für den Unterricht. | Infozentrum Schokolade
International Cocoa Initiative (engl./franz.) Die Internationale Kakao Vereinigung (mit Sitz in der Schweiz) ist eine Partnerschaft zwischen Arbeitervereinigungen, NGOs, Kakaoproduzenten und Schokoladenherstellerinnen. Sie setzt sich gegen Kinder- und Zwangsarbeit auf den Kakaoplantagen ein. Auf der Webseite finden sich viele Hintergrundinformationen, u.a. auch aktuelle Zahlen und Daten. | International Cocoa Initiative
Die von der Stiftung Bildung und Entwicklung angebotenen Unterrichtsmaterialien werden anhand strenger Qualitätskriterien ausgewählt. Für die in den Themenfenstern weiter vorgeschlagenen Anregungen, Hintergrundinformationen und Webseiten übernimmt die Stiftung keine Verantwortung.
Viele erdölreiche Regionen sind arm. Mehr noch: Durch die Erdölgewinnung verursachte Konflikte lassen betroffene Bewohner und Bewohnerinnen noch ärmer werden.
Was «die Wahl haben» bedeutet und warum «Partizipation» schon auf der Grundstufe Sinn macht, sind Fragen, welche das neue Themenfenster zur politischen Bildung aufnimmt.
Das Recht auf Nahrung – ein Wunschtraum? Anhand der Thematik Ernährung kann das grundlegende menschliche Bedürfnis nach Nahrung in verschiedenen Fächern oder fächerübergreifend angegangen werden.
Am 10.12.2008 feierte die Weltgemeinschaft das 60-jährige Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, 2009 ist das UNO-Jahr des Menschenrechtslernens. Nach wie vor braucht es in Schulen und Ausbildungsstätten die Vermittlung von Werten, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgehalten sind.
Der 40-jährige Slogan der 68er Bewegung mutet nostalgisch an; dennoch ist die Idee eines gewaltlosen Widerstandes, eines friedlichen Protests in einer Welt voller Konflikte und Kriege nicht untergegangen. Seit 2007 ist der 2. Oktober (Gandhi‘s Geburtstag) der Internationale Tag der Gewaltfreiheit
Im Rahmen der Olympischen Sommerspiele in Peking wurden Fragen rund um Menschenrechte und Sport diskutiert. Ein aktuelles Ereignis, um es auch in der Schule aufzugreifen und aus verschiedenen Kontexten zu beleuchten.