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Thema 2 | 2009

«Nahrung für alle»
Zwei Anlässe zum Thema Welternährung finden dieses Jahr statt und geben dem neuen Themen-Fenster den Rahmen: einerseits die vom Europarat initiierte Global Education Week (14. bis 22. November) mit dem Motto «Nahrung für alle» und andererseits der Welternährungstag, der sich am 16. Oktober zum 30. Mal jährte.
Ziel der Global Education Week ist, bei Lernenden mittels eines Schwerpunktthemas kritisches Bewusstsein für globale Fragestellungen zu fördern. So kann zum Beispiel auf die Konkurrenz von Nahrungsmittelgewinnung und Agrartreibstoffproduktion hingewiesen, die chronische Unterernährung von rund einer Milliarde Menschen thematisiert oder über nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Ernährungssicherheit diskutiert werden. Für die unteren Stufen eignet sich das Thema, um sich mit Essgewohnheiten bzw. der Bedeutung von Essen hier und anderswo auseinanderzusetzen.
» | Mehr zur Global Education Week 2009: englisch | deutsch
Mit den untenstehenden Tipps und Anregungen kann das grundlegende menschliche Bedürfnis nach Nahrung auch im Schulzimmer in verschiedenen Fächern oder fächerübergreifend zum Thema werden.
(Online-)Anregungen für den Unterricht
Lernen hilft Leben: Weltfrühstück (Unterrichtsprojekt)
Das Projekt der Welthungerhilfe regt an, sich mit den Themen Kinderarbeit und Grundbildung für alle sowie gesunde Ernährung für alle zu befassen. Die Seite bietet Informationen Unterrichtshilfen zum Downloaden.
Stufe: alle
Globalisierung essen – Appetit auf eine faire Entwicklung? (5 Bausteine)
«Globalisierung essen» ist ein bunter Methodenmix, der über das Thema Essen einen lebensbezogenen Zugang zum Thema Globalisierung bietet. Die einzelnen Bausteine eignen sich insbesondere auch für jüngere Zielgruppen. Ziel ist, Appetit auf eine faire und nachhaltige Entwicklung zu machen.
Stufe: alle
Fighting Hunger Worldwide (19 Bausteine)
Die Vorschläge für Klassenaktivitäten vom UN-Welternährungsprogramm rund ums Thema «Hunger bekämpfen» sind übersichtlich gegliedert (didaktisch/methodische Hinweise und Arbeitsblätter). Die englischen Texte sind leicht verständlich und ohne grosse Umstände ins Deutsche übersetzbar. Vom Thema her sind folgende Bausteine empfehlenswert:
Stufe: 4. – 6. Schuljahr
Food Force (Online-Spiel, deutsche Version)
versetzt die Spielerinnen in die Rolle humanitärer Helferinnen, die gegen eine drohende Hungersnot auf einer fiktiven Insel ankämpfen. Spieldauer: ca. 30 Min. Mit Kommentar für Lehrpersonen und Hintergrundinformationen zur realen Situation in der Welt.
Stufe: 3. – 7. Schuljahr
So isst die Welt (Unterrichtseinheit)
Ein Heft mit Tipps, Hintergrundifnos und Anleitungen für den Unterricht rund ums Thema Essen weltweit sowie fixfertige Arbeitsblätter für die Klasse sind auf dieser Webseite bereitgestellt (Word-/PDF-Dokumente). Die erwähnte Posterserie «So essen sie!» kann hier bestellt werden.
Stufe: 4. – 9. Schuljahr
Wir haben den Hunger satt (Ausstellung)
23 Schautafeln aus der Ausstellung (PDF) mit folgenden Themenbereichen: Reichtumsverteilung, Tatsachen zum Hunger in der Welt, Ursachen und Entstehung von Hunger, Lösungsansätze (Fairer Handel, Nachhaltige Landwirtschaft, Biodiversität), Beiträge gegen Hunger. Das Begleitheft und die Anregungen bieten einige Unterrichtsideen, die auch ohne Ausstellung umgesetzt werden können.
Stufe: ab 5. Schuljahr
Macht, Handel, Hunger (Unterrichtseinheit)
Unsere tägliche Ernährung gleicht einer globalen Menukarte. Wer profitiert vom internationalen Handel mit Landwirtschaftsprodukten? An Beispielen wie Zucker, Reis, Bananen wird für ein weltweites Agrarhandelssystem, das auf sozialer Gerechtigkeit und einer nachhaltigen Umwelt aufbaut, geworben. Mit Spielideen für den Unterricht.
Stufe: ab 6. Schuljahr
Ernährungskrise (Zeitschrift für den Unterricht)
Die Zeitschrift richtet sich an Lehrpersonen und umfasst Praxistipps, Hintergrundinformationen und Arbeitsblätter für Lernende. Die Ernährungskrise wird mittels vier Dimensionen beleuchtet: Überfluss, Stadt-Land, Gender, Verteilungsgerechtigkeit.
Stufe: Sek I und II
Recht auf Nahrung und Wasser (Zeitschrift für den Unterricht)
Das Heft versammelt Hintergrundtexte, Unterrichtsbeispiele, Links und Materialtipps. Mit folgenden Themen: biologischer Reisanbau in Thailand, Bergbauern in Österreich, Auswirkungen des Goldrauschs in Ghana auf die Nahrungsmittelproduktion (Tipp: Film von FIAN, 8' «Ghana im Goldrausch»).
Stufe: Sek I und II
Das erste Ma(h)l (Unterrichtseinheit)
Dieses Material behandelt das Thema «Umwelt und Entwicklung» am Beispiel der Ernährung. Ziel ist es, die Produktion von Lebensmitteln des täglichen Gebrauchs objektiv und systematisch zu hinterfragen. Dies geschieht hier anhand der für unser Frühstück typischen Nahrungsmittel.
Stufe: Sek I und II
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We Feed the World (Buch) Was uns das Essen wirklich kostet Erwin Wagenhofer, Max Annas, Orange press, 2006 Hintergrundinformationen, 190 Seiten Artikel-Nr. 3.1.0036 Ausleihe Artikel-Nr. 3.1.8036 Verkauf Fr. 36.50
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» | Weitere Materialien im Gesamtkatalog | Schlagwortsuche «Ernährung»
Bildungsangebote von NGO für die Schule
Hunger – der tägliche Skandal (Sek I und II, Anbieter: Caritas)
Armut in der reichen Schweiz (Sek I und II, Anbieter: Caritas)
Konkrete Hilfe gegen Hunger (Sek I, Anbieter: HEKS)
Dorfgemeinschaften sichern ihre Ernährung (Sek II, Anbieter: Fastenopfer)
» | Details und Kontaktadressen (siehe unter Nord-Süd-Beziehungen)
Hintergrundinformationen
Kann unsere Erde die Menschen noch ernähren? Bevölkerungsexplosion - Umwelt - Gentechnik | Klaus Hahlbrock | Fischer Verlag | 2008
Fast eine Milliarde Menschen leidet weltweit an Unterernährung. Die gesättigte Bevölkerung in den Industrieländern hat hingegen mit den Kosten einer hochsubventionierten Überproduktion von Nahrungsmitteln zu kämpfen. Doch auch für sie wird der weltweite Nahrungsmittelmangel zu einem bedrohlichen Problem. Im Buchhandel
Namibia: Grundeinkommen sichert Ernährung (Projektbeschrieb)
Ziel des innovativen Projekts von Brot für die Welt ist es, die namibische Regierung von der armutsmindernden Wirkung eines bedingungslosen Grundeinkommens und dessen Finanzierbarkeit zu überzeugen – ganz im Sinne von «Wer genug zu essen hat, kann arbeiten und sich selbst aus der Armut befreien».
Grafiken zum Thema «Ernährung» (Grafiken)
Die Welthungerhilfe bietet zu verschiedenen Aspekten im Bereich Welternährung Grafiken und kurze Texte zum Herunterladen an.
Worldmapper (Weltkarten)
Etwas ganz Spezielles findet man bei Worldmapper: thematische Weltkarten. Die wirken zwar verzogen, illustrieren aber auf eine ganz anschauliche Weise die Verhältnisse auf der Welt. Alle Karten sind in qualitätiv hoher Auflösung abrufbar. Zum Thema Welternährung siehe Rubriken «Food» und «Producation».
Welternährung – auf dem Acker wächst genug für alle (Artikel)
Trotz weltweit ausreichend vorhandener Nahrungsmittel hungern weiterhin Menschen. Die Ursachen reichen von verfehlter Regionalpolitik bis hin zu Naturkatastrophen und Klimawandel. Dabei werden Lösungen für die Misere bereits seit Jahrzehnten diskutiert.
Welternährung | Aus Politik und Zeitgeschichte (Zeitschrift)
Die Hauptursache der Nahrungsmittelkrise liegt in der Armut in den Entwicklungsländern. Hierfür ist eine Agrar- und Handelspolitik mitverantwortlich, die auf die Interessen der Industrieländer ausgerichtet ist.
Hunger-Weltkarte des UN-Welternährungsprogramms (interaktive Weltkarte)
Die Karte liefert zu auswählbaren Kontinenten und Ländern Zahlen und teilweise Zusatzinformationen zur Ernährungs- bzw. Hungersituation. Die Karten können ausgedruckt werden.
Das Welternährungsprogramm der UNO schlägt Alarm (Radiosendung)
Dem World-Food-Program (WFP) fehlt das Geld, es muss seine Hilfe für die Hungernden kürzen. Frage an Ralf Südhoff vom Berliner Büro des Welternährungs-Programms: Wen treffen die Hilfs-Kürzungen am meisten?
Sesam für China statt Hirse fürs eigene Land (Radiosendung mit Text)
Afrika muss dringend seine Landwirtschaft modernisieren, um die eigene Bevölkerung versorgen zu können. Das war eine zentrale Forderung von US-Präsident Obama auf dem G8-Gipfel. Doch Senegal setzt eher auf Exporte und baut Sesam für China an.
Organisationen
Germanwatch
ist eine überparteiliche Nord-Süd-Initiative, die an der ökonomischen und ökologischen Umorientierung im Norden arbeitet, um den Menschen im Süden menschenwürdige Lebensbedingungen zu ermöglichen. Schwerpunkte sind Entwicklungspolitik, Klimaschutz, Ernährungssicherung (siehe Rubrik Welthandel), soziale und ökologische Gestaltung des Welthandels. Aktuelle Studien, Berichte, Medientexte und Dokumente zum Downloaden.
Welthungerhilfe
Die Welthungerhilfe ist eine der grössten deutschen unabhängigen Entwicklungsorganisationen. Sie macht Katastrophenhilfe genauso wie Langzeit-Entwicklungsprojekte auf dem Gebiet der Hungerbekämpfung. Gute Informationen, viele als PDF zum Herunterladen (auch die Zeitschrift «Welternährung»). Unter «Themen» findet sich ein spezielles Dossier zu Hunger. Der jährlich publizierte Welthunger-Index liefert fundierte Zahlen und Fakten.
Food First Information and Action Network (FIAN)
FIAN setzt sich als internationale Menschenrechtsorganisation dafür ein, dass alle Menschen frei von Hunger leben und sich eigenverantwortlich ernähren können. Das Netzwerk mit Beraterstatus bei der UNO interveniert, wenn das Recht auf Nahrung verletzt wird. FIAN ist u.a. Initiant der Kampagne «face it act now» (gelungener Werbefilm unter Video).
| www.fian.org (international), www.fian.de (Deutschland)
Brot für die Welt
Die Kampagne «Niemand isst für sich allein» des deutschen Hilfswerks thematisiert strukturelle Rahmenbedingungen des Welthandels mit Nahrungsmitteln und Fragen der Ernährungssicherung. Nützliche Grundlagentexte zu Ernährungskrise, Konsum, Agrarpolitik, Nahrungsmittel (u.a. Reis, Zucker, Huhn) sind in der «Wissens-Box» abrufbar. Mit spezieller Rubrik für den Unterricht (Materialien).
The Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (auch als Welternährungsorganisation bekannt) hat die Aufgabe, die Produktion und die Verteilung von landwirtschaftlichen Produkten im Allgemeinen und Nahrungsmitteln im Besonderen weltweit zu verbessern und somit zu einem höheren Lebensstandard beizutragen.
UN World Food Programm (WFP)
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat den Auftrag, Menschen mit Nahrungsmittelhilfe beizustehen. Die Seite bietet neben vielen Grundlagentexten, Filmen, Grafiken und Statistiken zu Hunger auch eine Rubrik für «teachers & students» mit Vorschlägen für Klassenaktivitäten.
| www.wfp.org (engl., unter «languages/german» einige Texte auf deutsch)
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Die von der Stiftung Bildung und Entwicklung angebotenen Unterrichtsmaterialien werden anhand strenger Qualitätskriterien ausgewählt. Für die in den Themenfenstern weiter vorgeschlagenen Anregungen, Hintergrundinformationen und Webseiten übernimmt die Stiftung keine Verantwortung.
Erdöl: Reichtum, der arm macht
Viele erdölreiche Regionen sind arm. Mehr noch: Durch die Erdölgewinnung verursachte Konflikte lassen betroffene Bewohner und Bewohnerinnen noch ärmer werden.
Protestbewegungen in der arabischen Welt
Aus aktuellem Anlass widmet sich die folgende Sammlung dem Thema «arabische Revolution» und «Demokratisierung».
Ein Themenfenster über den Umgang mit Rohstoffen, den eigenen Konsum und Alternativen.
Was «die Wahl haben» bedeutet und warum «Partizipation» schon auf der Grundstufe Sinn macht, sind Fragen, welche das neue Themenfenster zur politischen Bildung aufnimmt.
Tipps für den Unterricht zur Fussball-WM und zu Südafrika.
Weisser Winter – Schnee von gestern?
DasThemenfenster zum Klimawandel anlässlich der Klimakonferenz in Kopenhagen.
Das Recht auf Nahrung – ein Wunschtraum? Anhand der Thematik Ernährung kann das grundlegende menschliche Bedürfnis nach Nahrung in verschiedenen Fächern oder fächerübergreifend angegangen werden.
Das Thema Schokolade lässt sich im Unterricht auf vielfältige Weise behanden, wobei auch die weniger süsse Seite beleuchtet werden kann.
Menschenrechte in der Schule
Am 10.12.2008 feierte die Weltgemeinschaft das 60-jährige Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, 2009 ist das UNO-Jahr des Menschenrechtslernens. Nach wie vor braucht es in Schulen und Ausbildungsstätten die Vermittlung von Werten, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgehalten sind.
Gewaltfreiheit: Make Love, Not War!
Der 40-jährige Slogan der 68er Bewegung mutet nostalgisch an; dennoch ist die Idee eines gewaltlosen Widerstandes, eines friedlichen Protests in einer Welt voller Konflikte und Kriege nicht untergegangen. Seit 2007 ist der 2. Oktober (Gandhi‘s Geburtstag) der Internationale Tag der Gewaltfreiheit
Im Rahmen der Olympischen Sommerspiele in Peking wurden Fragen rund um Menschenrechte und Sport diskutiert. Ein aktuelles Ereignis, um es auch in der Schule aufzugreifen und aus verschiedenen Kontexten zu beleuchten.
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