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Wegleitung | Wegleitung für die Unterrichtsvorbereitung
3. Lernziele – an Kompetenzen orientieren

Mit Globalem Lernen werden spezifische Kompetenzen gefördert, aus denen sich Feinziele ableiten lassen. Diese sollen durch Lernen an einem Inhalt erreicht werden und müssen überprüfbar sein. Kompetenzen hingegen sollen langfristig und systematisch in grundlegenden Zieldimensionen (hier Fähigkeitsbereiche) aufgebaut werden und zeigen sich in konkreten Anforderungssituationen.

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Welche Lernziele des Globalen Lernens lassen sich ableiten?

In der folgenden Auflistung sind innerhalb der Fähigkeitsbereiche einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung Kompetenzen beschrieben, die spezifisch mit Globalem Lernen gefördert werden. Feinziele, die in der Auseinandersetzung mit einem Inhalt erreicht werden sollen, können sich an diesen Kompetenzen orientieren.          

  • Festlegen, in welchen Fähigkeitsbereichen Kompetenzen gefördert werden sollen.

  • Aus den Kompetenzen des Globalen Lernens Feinziele ableiten und formulieren.

Fähigkeitsbereiche   Kompetenzen, die mit Globalem Lernen gefördert werden
Denken in Zusammenhängen  

Die Lernenden werden fähig, Informationen zu Fragen globaler Entwicklungen zu beschaffen und diese innerhalb eines Themas aufeinander bezogen zu bearbeiten.
Sie können dabei verschiedene gesellschaftliche Handlungsebenen unterscheiden und den Bezug zur eigenen Lebenswelt herstellen.

Kritisches Beurteilen   Die Lernenden werden fähig, eigene und ihnen fremde Wertorientierungen zu unterscheiden. Sie können ihre Bedeutung für die Lebensgestaltung erkennen und auf der Basis der Menschenrechte Position beziehen. Sie werden fähig, verschiedene Perspektiven nachzuvollziehen, gesellschaftliche Interessenlagen zueinander in Beziehung zu setzen und zu beurteilen.
Vorausschauendes Denken   Die Lernenden werden fähig, globale Zusammenhänge und deren Entwicklung zu analysieren und mit Hilfe des Leitbilds für eine Nachhaltige Entwicklung Zukunftsvisionen zu entwickeln.
Kommunikation und Teamarbeit   Die Lernenden werden fähig, Kommunikations- und Handlungsmöglichkeiten zu erkennen, die in sozio-kulturell gemischten Gruppen den Austausch und die Zusammenarbeit ermöglichen.
Handlungsspielräume  erkennen  

Die Lernenden werden fähig, die verschiedenen gesellschaftlichen Rollen (z.B. Mieter/in, Tourist/in), die sie einnehmen, zu unterscheiden und sie in einen globalen Zusammenhang zu stellen.
Sie erkennen in diesen Rollen die Bereiche der persönlichen Mitverantwortung für Menschen und Umwelt und richten ihr Handeln danach aus.

Feinziele

Arbeitsbedingungen im Kontext von Kleidung

 

Kompetenzen die durch Globales Lernen gefördert werden sollen

 

Feinziele (7. / 8. Schuljahr)

Denken in
Zusammenhängen

 

Die Lernenden werden fähig, Informationen zu Fragen globaler Entwicklungen zu beschaffen und diese innerhalb eines Themas auf einander bezogen zu bearbeiten.

Sie können dabei verschiedene gesellschaftliche Handlungsebenen unterscheiden und den Bezug zur eigenen Lebenswelt herstellen.

 

Die Lernenden
– wissen, wo ihr T-Shirt hergestellt wurde
– wissen, woher dessen Rohstoff stammt
– können den Produktionsweg nachvollziehen
– wissen über die Arbeitsbedingungen einer Näherin in Zentralamerika
– kennen die clean clothes campaign (CCC)
– kennen die International Labour Organization (ILO)
– wissen über die Geschichte der Textilindustrie in Europa.

Kritisches Beurteilen

 

Die Lernenden werden fähig, eigene und ihnen fremde Wertorientierungen zu unterscheiden. Sie können ihre Bedeutung für die Lebensgestaltung erkennen und auf der Basis der Menschenrechte Position beziehen.

Sie werden fähig, verschiedene Perspektiven nachzuvollziehen, gesellschaftliche Interessenlagen zu einander in Beziehung zu setzen und zu beurteilen.

 

Die Lernenden
– analysieren Werbung verschiedener Labels und Werbung von Fairtrade-Produkten.
– suchen Argumente für und gegen den Kauf bestimmter Produkte.
– überlegen sich, von welchen Argumenten sie sich leiten lassen.
– setzen sich mit den Argumenten und Perspektiven verschiedener Akteure auseinander (Arbeitnehmer/innen hier und dort, Konsument/innen, Unternehmer/innen, Wirtschaftspolitiker/innen) und suchen eigene Positionen.

Vorausschauendes Denken

 

Die Lernenden werden fähig, globale Zusammenhänge und deren Entwicklung zu analysieren und mit Hilfe des Leitbilds für eine Nachhaltige Entwicklung Zukunftsvisionen zu entwickeln.

 

Die Lernenden
– vergleichen unterschiedliche Bildungschancen hier und in Produktionsländern.
– stellen sich Fragen der Art
«Was wäre wenn …»
– suchen «Win-Win-Situationen» für Arbeitnehmer/innen und Konsument/innen.

Kommunikation und Teamarbeit

 

Die Lernenden werden fähig, Kommunikations- und Handlungsmöglichkeiten zu erkennen, die in sozio-kulturell gemischten Gruppen den Austausch und die Zusammenarbeit ermöglichen.

 

Die Lernenden
– üben in verschiedenen Rollen zu argumentieren.
– führen Interviews/Gespräche mit verschiedenen Interessensvertreter/innen.

Handlungsspielräume
erkennen

 

Die Lernenden werden fähig, die verschiedenen gesellschaftlichen Rollen (z.B. Mieter/in, Tourist/in), die sie einnehmen, zu unterscheiden und sie in einen globalen Zusammenhang zu stellen.

Sie erkennen in diesen Rollen die Bereiche der persönlichen Mitverantwortung für Menschen und Umwelt und richten ihr Handeln danach aus.

 

Die Lernenden
– reflektieren die Einflussmöglichkeiten der Konsumentinnen und Konsumenten.

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