Der Dokumentarfilm «Bittere Orangen» begleitet Erntehelfer auf Orangenplantagen in Kalabrien (Italien) und stellt zwei Formen der Orangenproduktion gegenüber: die konventionelle Landwirtschaft und die Fair-Trade-Produktion. Im Zentrum stehen Seydou aus Mali und Pape aus Senegal. Während Seydou in einer provisorischen Zelthütte ohne Wasser und Strom lebt und ohne Arbeitsvertrag arbeitet, wohnt Pape in einem Haus und verfügt über einen geregelten Arbeitsvertrag. Der Film verdeutlicht, dass die niedrigen Preise für Orangen auf einem System struktureller Ausbeutung beruhen.
In der vorgeschlagenen Unterrichtseinheit des Begleitmaterials vergleichen die Schülerinnen und Schüler zunächst die beiden Produktionsmodelle. Anschliessend übernehmen sie in einem Rollenspiel unterschiedliche Rollen innerhalb der Produktionskette, etwa als Landwirte, Konsumentin, Einkäuferin eines Supermarkts oder Leiterin einer Kooperative. Danach setzen sie sich mit verschiedenen Labels auseinander und gestalten schliesslich ein eigenes Label.
